Montag, 7. August 2017

(Buchvorstellung) Nach dem Schmerz von Lucas Grimm



Titel: Nach dem Schmerz
Autor: Lucas Grimm
Seiten: 320
Erscheinungstermin: 20.03.2017
Verlag: Piper
Originalversion: Ja
Originaltitel: Nach dem Schmerz
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich konnte dem Klappentext nicht widerstehen.


Inhalt:
Die gefeierte Cellistin Hannah Gold berührt die Menschen mit ihrer Musik, doch an sie selbst kommt nichts und niemand heran: Seit sie vor 25 Jahren gefoltert wurde, kann Hannah keinen Schmerz mehr empfinden. Die damals Siebenjährige wurde vor den Augen ihres Vaters, einem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR gequält, um geheime Informationen aus ihm herauszupressen. Er schwieg - aber schwieg er mit Absicht, um den Preis ihres Lebens? Hannah hat ihren Vater nie wieder gesehen, bis er eines Abends plötzlich in einem ihrer Konzerte sitzt. Von da an wird sie in einen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen. Wird verfolgt, angegriffen, gejagt. Es gibt keinen sicheren Ort mehr für sie, und sie begreift, dass es nur einen Ausweg geben kann: Sie muss hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen. (Klappentext, Amazon)


Schreibstil & Charaktere:
Endlich mal wieder ein Thriller und dann noch einer, in dem ein Journalist die Hauptrolle bekommt. Sehr gut, allerdings war mir David Berkhoff hin und wieder etwas zu überzogen dagestellt. Müssen gute Protagonisten denn immer komplett fertige Typen sein? Seinen Job verlieren - okay. Drogen, Alkohol etc. nehmen - nicht unbedingt. Alles in allem war das doch sehr klischeehaft. Meinetwegen gerne von allem etwas, aber nicht alles so exzessiv. Dagegen hat mir Hannah Gold sehr gut gefallen. Der Autor hat hier viel recherchiert oder kennt sich in der Musikszene einfach aus. Das hat sehr harmonisch gewirkt und der Charakter kam sehr echt rüber, ganz anders als David. Ich fand sogar die vielen - ich nenne sie mal Antagonisten - sehr gut ausgearbeitet und ganz besondere Typen. Charaktere von der Stange gibt es in diesem Buch nicht.

Tops & Flops:
Mit dem Protagonisten und seiner Lebenseinstellung kam ich nicht immer ganz klar. Das Buch ist aber sehr gut geschrieben und lässt sich in einem Rutsch lesen. Teilweise ist die Sprache allerdings ziemlich vulgär.


Fazit:
Mir hat "Nach dem Schmerz" trotz der Kritikpunkte so gut gefallen, dass es noch knapp fünf Sterne von mir gibt. Die Handlung ist spannend und schlüssig aufgebaut. Die deutschen Schauplätze gut gewählt und die Länge des Buches genau richtig.

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